[DE] Ein kurzer, aber intensiver Besuch in New Mexico…

[EN] A short but intensive visit to New Mexico…

[DE] .english version below Auf dem Weg nach New Mexico, weiterhin über die alte Route 66, schien der Motor meiner DR plötzlich schlapp zu machen. Ich drehte am Gas aber sie wollte einfach nicht mehr beschleunigen. Benzin war genug vorhanden, und bei 35°C hatte ich mich schon auf eine grössere Reparatur gefreut. Aber alles halb so dramatisch, wie ich festgestellt habe, hatte sich nur der Leim unter dem Gasgriff gelöst, der Griff hat einfach durchgedreht. Für eine Weile versuchte ich einfach mit stärkerem greifen weiter zu fahren, um die Reparatur Abends durchzuführen. Doch die Muskulatur meines Unterarms wollte da nicht mitmachen. Somit blieb mir nichts anderes übrig als ein schattiges Plätzchen zu suchen um den Griff neu zu verleimen.

Reparatur erledigt, und weiter gings. Plötzlich erspähte ich am Horizont der Prairie so etwas wie ein Berg. Es war einer der typischen “Rocks” wie sie in den westlichen Wüsten der USA häufig anzutreffen sind, für uns Europäer aber so ungewöhnlich und faszinierend sind. Ich erspähte Antennen auf dem Gipfelplateau des Berges und sofort liess mich der Gedanke nicht mehr los, ich muss da hochfahren. Beim erspähen aus der Ferne konnte ich die Konturen einer hochführenden Strasse sehen. Zuerst dachte ich, dass es sich vielleicht sogar um eine geteerte Strasse handeln würde, aber zumindest eine “gepflegte” Schotterstrasse. Es gab nur eine Möglichkeit es herauszufinden…

Die “Mountain Road” begann für ein ganz kurzes Stück wirklich geteert, wandelte sich aber in kürze in eine Schotterstrasse, welche etwas später in eine sandige Fahrbahn überging. Nachdem ich etwa ein drittel des Berges erklommen hatte, wurde aus dem gelblichen Sand dann roter, beinahe schlammiger Sand. Aber die DR kämpfte sich wacker durch diese Untergründe. Bereits jetzt hatte ich bestimmt schon den einen oder anderen Schweisstropfen verloren. Nach einigen Anstiegen konnte ich dann auf einer relativen flachen Schotterpiste wieder etwas entspannen. Eine kurze Pause bevor ich meine DR auf den letzten Anstieg, welcher hinter einer Kurve versteckt lag, mitnehme. Vollbepackt fahre ich also los um diese Ecke, die Schotterstrasse wurde von Meter zu Meter steiler und die Steinbrocken welche im Boden steckten immer grösser. Von Schotterstrasse konnte hier nicht mehr die Rede sein. Zwei oder drei male durfte ich auch kurz schimpfen, da ich einfach die falsche Linie gewählt hatte und ich am Steilhang fast zu Boden ging. Aber die DR kämpfte sich wacker auch über die grossen Steinbrocken und brachte mich heil auf den “Gipfel”. Oben angekommen, um etliche Liter Schweiss erleichtert und etwas leicht zitternd dachte ich nur “sowas mache ich alleine und vollbepackt nicht mehr!”.

Nachdem sich meine Aufregung gelegt hatte, erkundete ich das Plateau auf dem Gipfel, genoss die Ruhe und die Aussicht und entspannte mich etwas, um dann für den Abstieg gerüstet zu sein. Gut, dass ich ein Jahr zuvor mit Pascal Enduro fahren war, so konnte ich die mir von ihm beigebrachten Techniken anwenden um heil wieder nach unten zu kommen.

Eigentlich wollte ich am Abend bereits in Colorado sein, doch der Ausflug auf den Mt. Tucumcari hat mich doch etwas Zeit gekostet und somit entschloss ich mich bis nach Santa Fe zu fahren. Nach wie vor war es über 30°C und der Wetterbericht bescheinigte auch für die Nacht tropische Temperaturen, so dass ich mich kurzerhand entschloss für einmal in einem Motel mit Klimaanlage zu nächtigen. Im Motel hatte ich ein unterhaltsames Gespräch mit einem Mexikaner, der gerade dabei war die Klimaanlage zu reparieren. Er erinnerte mich daran, dass der Grossteil der Lateinamerikaner überaus nette Menschen sind.

Für den nächsten Tag stand ein kurzer Besuch im Zentrum von Santa Fe und dann dem Bandalier National Monument auf dem Programm, bevor ich versuchen würde, in einem Tag in den Norden von Colorado zu fahren, wo mich ein alter Freund aus München bereits erwartete…

 


[EN] Headed towards New Mexico, still riding the historic Route 66, suddenly my DR’s engine began to slow down and no matter how much I tried to pull the throttle, she was just slowing down. Luckily I found that it was only the glue of the throttle grip which became loose. However, having the sun almost perpendicular above, temperatures above 95°F and hardly any trees which would provide shadow I just wasn’t ready yet for a roadside repair. Therefore I just tried to grip harder and go on to fix the issue in the evening. But my forehand muscles didn’t want to play along, so I eventually had to pull over, finally finding a spot in the shadow and fixed my grip. Much more relaxing to ride with a proper functioning grip!

Continuing towards Alberquerque I spotted something like a Mountain on the horizon. Yes, it’s those famous big rocks that can be found in the western desert areas of the States, something that is just unusual and fascination for us Europeans. Getting closer I could see antennas on top of the mountain and immediately I thought “I want to go up there”. I could see some shapes on the rock which looked like a road going up there. Initially I thought it might even be an asphalt road to the top, or at least a nice and easy gravel road. There was only one way to find out…

Approaching the “Mountain Road” it actually started off with asphalt, but after a very short while turned into a loose gravel road, only to become a yellowish sandy road shortly after. Climbing up further, the ground turned into a red and muddy sand, but the DR would take this with an ease, while I had begun to lose a drop or two of sweat. After I climbed about two third of the mountain the road turned back into a nice and easy gravel road, it felt quite relaxing. I took a short break to enjoy the view and drink some water before I headed to the final incline which was hidden behind a corner. Coming around this corner, the incline became steeper with every few feet, the rocks buried into the road became bigger and my shouting out became louder, especially since I chose the wrong line twice or three times. Nevertheless the DR fully packed took me all the way to the top, where I felt at least two liters of sweat lighter than just a minute before and I thought “I’m not gonna do this again on my own and fully packed unless I really have to”.

After I caught my breath and calmed down somewhat I took a stroll around the top plateau and enjoyed a very calm atmosphere and some nice views into the vast prarie landscapes of New Mexico. It was worth the sweat after all. After I collected back my strenght I was ready to go back down and I was really glad I went on an enduro trip with Pascal a year before. I could now make use of the techniques he taught me back then to safely descend even on a very steep and rocky road.

My plan was initially to be in Colorado this evening, but the little extra trip to Mt. Tucumcari did cost me quite some time, so I decided to make it to Santa Fe and find a place to stay there. Since the forecast showed somewhat tropical temperatures for the night as well I decided to mind a cheaper motel and enjoy a night with air conditioning. In the motel I had a nice talk with a mexican guy who was about to fix the AC and it reminded me of my travels to latin america, that the majority of latin american people are really nice and decent guys.

For the next day I planned to pay a short visit to Santa Fe old town and Bandalier National Monument before I would try to head directly to the north of Colorado where an old friend from Munich was already waiting for me…