[DE] Viel Spass, Hitze und tolle Aussichten in den Canyonlands…

[EN] Lots of fun, heat and great views in the Canyonlands…

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Bereits früh auf meiner Reise hatte ich mit Leuten darüber geredet, wie cool es wäre, durch den Grand Canyon zu fahren. Leider ist das – legal – nicht möglich. Einige haben es wohl illegal gemacht und es hat damit geendet von Rangern gejagt zu werden. Das wollte ich dann doch nicht.

In Utah bietet sich aber die Gelegenheit, sowas ganz legal zu machen. Der White Rim Trail führt über ca. 160 Km durch den Canyonlands Nationalpark. Der Trail stand daher bereits auf meiner Liste. Pascal, der den Trail bereits im Frühjahr gefahren ist wollte gerne nochmals mitkommen. So brechen wir also früh vom Campingplatz auf um die anstehende Hitze zu mildern.

Kurz nach 8 sind wir auf dem Trail, der mit einem Schotterweg mit vielen Auswaschungen entlang einer steil abfallenden Felskante hinunter in den Caynon führt. Wer mich kennt, weiss, dass ich nicht ganz frei von Höhenangst bin und so taste ich mich erst mal der Felskante abgewandten Seite langsam nach unten, die Aussicht ist bereits hier einfach sensationell.

Im Canyon folgt der Trail dem sogenannten White Rim, die Kante des “inneren” Canyons die durch weisses Gestein geprägt ist. Meist hat der Trail etwas Abstand von der Kante, so dass ich etwas schneller fahren kann um den Anschluss an Pascal nicht zu verlieren. Die Temperaturen halten sich bis etwa 12:00 in Grenzen von bis zu 31°C was in Fahrt noch als angenehm bezeichnet werden kann. Am Nachmittag als wir auf dem letzten Drittel unterwegs sind steigen die Lufttemperaturen allerdings bis über 38°C, allerdings nicht im Schatten, denn dieser ist hier gänzlich Mangelware!

Das letzte Drittel hält dann auch noch einige anspruchsvolle Passagen bereit. Steilere An- und Abstiege und nebst den Teils bereits sandigen Strecken auch eine Stelle mit tieferem Sand. Dies kombiniert mit der hohen Temperatur nagt dann doch ziemlich an der Substanz. Trotz ständigem Nachschub von schön warmen Wasser aus dem Trinkrucksack merke ich, wie meine Konzentration gegen Ende des Trails merklich nachlässt, dementsprechend verlangsame ich mein Tempo an gefährlichen Stellen wieder. Übrigens schmeckt Sprite wenn es heiss ist zwar nicht sehr erfrischend, aber im Gegensatz zu warmer Cola lässt es sich hervorragend trinken.

Ganz am Ende des trails treffe ich noch auf einige Pfützen, an der ersten Schlammpfütze folge ich den Spuren Pascals am Rande des Wassers durch den Schlamm. An der nächsten Pfütze, ich kann keinen Platz am Rande für eine Durchfahrt entdecken, folgen seine Spuren direkt ins Wasser. Erst später hat er mir erzählt, dass er dann doch das Wasser verlassen hat und durch das Gebüsch gefahren ist. Voller Elan stürzte ich mich also in die Fluten, kaum übertrieben ist dies, denn die Pfütze ist plötzlich sehr tief, ich stehe (auf den Fussrasten) fast bis zu den Knien im Schlamm und muss auch mal kurz abstützen um einen Sturz zu vermeiden. Aber ich habs geschafft und bin ohne Sturz durchgekommen. Die untere Hälfte meiner DR ist nun allerdings in einem hellen braun gefärbt :)

Die 160 Km bieten durchgehend spektakuläre Aussichten, aber die Bilder können das viel besser beschreiben als ich jemals Worte dafür finden würde!

 


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[EN]

Early on my travels I talked to people about how cool it would be to ride through the Grand Canyon. However this is not – legally – possible. Apparently people have done it before (ilegally) ending with being chased down by Rangers. Not really an option for me.

In Utah there’s the opportunity to do such a thing completely legally. The White Rim Trail is a 100 mile loop through the Canyonland Nationalpark. I already had this one on my list and Pascal who has seen the trail before wanted to ride it one more time. Early in the morning we take off from the campsite with defeating the high temperatures in mind…

Just after 8am we hit the trail, which starts off with spectacular views into the canyons. It follows a sheer vertical drop-off down into the Canyon. Since I am not completely free of fear of heights, I slowly make my way down over the washed out gravel road. Down in the canyon, the trail follows the White Rim, which I could best describe as an “inner” canyon marked with white colored stone on its edges. Mostly the trail keeps a decent distance from the drop-offs so that I can race along the trail trying to catch up with Pascal. Temperatures in the morning are just below 95°F which is ok while riding having the air blow through my protective suit.

From noon however, we are just hitting the last third of the trail, temperatures start to rise. Maximum air temperature I have noted was around 102°F. Also the last third of the trail houses the most demanding passages, steep inclines and descents, sandy parts of  the trail and even a section with deeper sand. All this starts to cost substance and although I keep drinking warm water from my hydration system I can feel how my ability to concentrate starts to fade towards the end of the trail. Time to ride a bit slower again and pay extra attention in dangerous sections. By the way, hot Sprite is quite enjoyable compared to hot Coke!

At the very end of the trail I have to cross a couple of muddy puddles. On the first one I can follow Pascals tracks just at the edge of the muddy water through thick mud. At the second, I can’t see a proper way to go around the puddle, his tracks go straight into the water. So here I go, down into the mud… it turns out to be a quite deep puddle, standing on my footpegs the water almost reaches up to my knees. I even have to step down to avoid taking a (maybe refreshing) dip. It goes all well enough and I somehow manage to get through the muddy water. Only my DR is now lightly brown colored on the lower half, and so are my pants :)

All of the 100 miles offer many spectacular views. The pictures can tell here much better than I ever could find words to describe it.